Universal Peace Federation Deutschland setzt sechs Arbeitsgruppen ein

Gründungsveranstaltung des Nationalen Friedensrates in Berlin

 

 

Es ist schon erstaunlich: da ist man Mitten in Berlin, aber man hört nichts vom Straßenlärm der 3,5 Millionen Stadt. Abgeschirmt von großen Bäumen, freien Flächen und Wohnblocks dahinter bildet das Jugendgästehaus der evangelischen Kirche, nur fünf Gehminuten vom neuen Hauptbahnhof entfernt, eine ideale Umgebung für Seminare, Arbeitstreffen oder einfach nur für eine kostengünstige Übernachtung in Ruhe und fern der Alltagshektik.

 

Nationaler Friedensrat als „Think-Tank“ der Nation

Ein guter Platz für die rund 50 Teilnehmer der Gründungsveranstaltung des Nationalen Friedensrates, einem Projekt der Föderation für Weltfrieden e.V. (IIFWF-Deutschland). Nach der Begrüßung durch den Moderator Karl-Christian Hausmann und dem 1. Vorsitzenden der IIFWF Karl Meier gab es zwei Vorträge sozusagen in eigener Sache. Fritz Piepenburg gab einen Überblick der Gründeransprache „Der Weg zum Frieden: die pazifischen Anrainerstaaten und die zukünftige Richtung der Vereinigten Staaten, der Vereinten Nationen und der Welt, die Dr. Sun Myung Moon am 17. März zum ersten Mal in Hawaii vortrug. Er machte darauf aufmerksam, dass die gleichen Inhalte in einer 21-Städtetour in Korea in Veranstaltungen mit jeweils 8.000 bis 10.000 Teilnehmern vermittelt wurden. Zur Zeit findet eine ähnliche Tour in Japan statt, gefolgt von einer 50-Staaten Tour in den USA und einer 120-Nationen Welttour, einschließlich Europa. Die Rede beschreibt den Wechsel des zivilisatorischen Brennpunkts von den Ländern des Atlantischen Ozeans (insbesondere die ehemaligen Kolonialmächte) zu den Anrainerstaaten des Pazifischen Ozeans. Dabei muss es der Menschheit gelingen, aus den Fehler vergangener Macht- und Kolonialpolitik zu lernen und sie nicht im Pazifischen Bereich zu wiederholen.

Dieter Schmidt sprach dann über den „Nationalen Friedensrat: Idee und Aufgaben“. Der Friedensrat fungiert als eine Art „Think-Tank“, der zu aktuellen Fragestellungen und Probleme Stellung bezieht und auch Empfehlungen abgibt. Es gibt ihn auf der globalen Ebene (Globaler Friedensrat), auf der nationalen (Nationaler Friedensrat) aber auch auf der Städteebene (Lokaler Friedensrat). Durch die Veranstaltung soll der Nationale Friedensrat nicht nur ins Leben gerufen werden, sondern gleich in Form von Arbeitsgruppen sich mit aktuellen Themen beschäftigen.

   

 

Drei Analysen unserer gegenwärtigen Zeit

Es folgten drei überaus interessante Vorträge zu den Themen „Gemeinsame Werte in einer Gesellschaft der kulturellen und religiösen Vielfalt“, von Dr. Elke Preusser-Franke, „Muslime in der Bundesrepublik: zwischen Shari’a und Grundgesetz“ von Amir Dr. Mohammed Herzog und „Kontinuität und Wandel in der Gesellschaft – Bemerkungen zur Situation der Familie“, von Dr. Edda Hanisch. In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden viele Fragen dazu aufgearbeitet und weitere Anregungen gegeben.

    

 

Der Friedensrat formiert sich in sechs Arbeitsgruppen

Nach dem Abendessen ermutigte Moderator Hausmann die Teilnehmer in einer offenen Runde ihre Themenwünsche zum Ausdruck zu bringen. Folgende Themen wurden vorgeschlagen: 1. Menschenrechte und UNO Erneuerung (Karl Meier; 2. Jugend und innerer Friede (Elfriede Bradley und Ashin Sopaka); 3. Jüdisch-Muslimischer Dialog (Elke Preusser-Franke und Jörg Wolf); 4. Familienideal in einer pluralistischen Gesellschaft (Gerhard Toelke); 5. Nachhaltige Landwirtschaft und Erneuerbare Energien (Ahmadudin Wais); 6. Interreligiöser Dialog (Mohammed Herzog, Dong-Shin Shin). Die anschließenden Diskussionen in den sechs Arbeitsgruppen gingen bis in den späten Abend hinein.

Am nächsten Tag gab es zunächst kurze Berichte der jeweiligen Koordinatoren der sechs Arbeitsgruppen. Dabei sollte jede Gruppe auch einen konkreten nächsten Schritt benennen, Man kam überein, dass man sich in einem halben Jahr wieder treffen will, um dann über die Fortschritte und weiteren Zielsetzungen der Arbeitsgruppen zu beraten. Silvia Bentivoglio stellt in einer Powerpoint Präsentation ihren Plan für eine „koreanische Kulturwoche“ in Barcelona und Frankfurt vor.

 

 

Namensänderung in Universal Peace Federation Deutschland

In der darauffolgenden ordentlichen Jahreshauptversammlung der IIFWF-Deutschland kam man überein, den Namen der Organisation in „Universal Peace Federation Deutschland“, kurz UPF Deutschland, umzubenennen. Das ist nicht ganz so lang, wie der voll ausgeschriebene frühere Namen und bringt die enge Verbundenheit mit der internationalen UPF mit Sitz in New York zum Ausdruck. Außerdem wurde beschlossen, den Vorstand des Vereins um einen stellvertretenden Vorsitzenden zu erweitern. Die Wahl des neuen Vorstands (Karl Meier, 1. Vorsitzender; Fritz Piepenburg und Dieter Schmidt jeweils stellvertretende Vorsitzende und Jürgen Kirchberger, Kassenwart) wurde dann en bloc gewählt. Die neue Webseite www.upf-deutschland.de ist auch schon eingerichtet. Ein neuer Briefkopf und neue Visitenkarten sind in Arbeit.

 

Fritz Piepenburg