"Die Würde des Menschen ist antastbar"

 

UPF-Veranstaltung, Madison Hotel

Hamburg, 6.12.2008

 

 

 

In dieser Woche wurde der Friedensnobelpreis an den finnischen Ex-Präsidenten Marti Artissari übergeben. Von ihm stammt das Zitat: “Frieden ist eine Frage des Willens“.

Unter der Fragestellung „Wie können wir ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Kulturen gestalten?“ trafen sich am 6. Dezember im Hamburger Madison Hotel ca. 30 Gäste und Mitglieder der UPF zu einem für alle inspirierenden Gedankenaustausch.

Zur Einstimmung sang Reinhold Merta das schöne Lied „Wie man liebt“ von Matthias Reim. Dann begrüßte Marianne Burtzlaff die Anwesenden, indem sie betonte, dass „die Würde anderer“ ein unveräußerliches Menschenrecht sei und in jedem Fall respektiert werden müsse.

Dr. Dieter Schmidt stellte dann die Arbeit der UPF, sowie den Erfolg der weltweiten Global Peace Festivals (GPF) vor. Vor allem erläuterte er die Arbeit der UPF und Position der UPF als NGO mit Beraterstatus im Wirtschafts- und Sozialrat der UNO. Über das GPF in London zeigte er Fotos und lies somit die Zuhörer ein Stückweit nachträglich an diesem erfolgreichen Festival teilhaben.

Bayram Inan, der am GPF in London teilgenommen hatte, erzählte aus seinem Leben. Als Kurde, geboren in Anatolien, kam er als 6-jähriger ohne Türkischkenntnisse nach Istanbul und musste erstmal dort integriert werden. Dann kam er zum Arbeiten und Studieren nach Hamburg und musste sich aufs neue integrierten. Heute arbeitet er als Maschinenbauingenieur und ist Abgeordneter der SPD in Hamburg Mitte. Dort setzt er sich sehr für interkulturelles Zusammenleben, Kultur, Schule und Sport ein. Seine türkischen Freunde werfen ihm vor, in 35 Jahren deutscher als die Deutschen geworden zu sein.

Vom GPF war er sehr begeistert und ist dankbar, die UPF kennen gelernt zu haben. Das Ideal einer Weltfamilie ist auch sein großes Ziel. Er ist gerne bereit sich bei Veranstaltungen und Aktionen einzubringen.

 

 

Als nächstes stellte sich Frau Dr. Andrea Zielinski vor und erzählte von ihrer Arbeit im Bereich Forschung und Lehre an der Uni Hamburg in den Bereichen Religionsanthropologie und Konfliktstudien. Sie ist die Kontaktperson für die Akademie der Weltreligionen und noch nicht zufrieden mit der Akzeptanz anderer Religionen in Deutschland, insbesondere des Islam.

Nach der Pause erörterten die Teilnehmer in 4 Gruppen, was Würde überhaupt bedeutet und wie Frieden gefördert werden kann. Die Hauptpunkte wurden auf Moderationskarten gesammelt und von jeweils einem Repräsentanten der Gruppen dem Plenum vorgetragen und an zwei Metaplanwände geheftet. Es ergab sich ein lebhafter Austausch mit vielen tiefen Erkenntnissen, wie zum Beispiel:

·        Ohne Achtung der Würde kann es keinen Frieden geben.

·         Zuhören, miteinander reden und den Wert des anderen verstehen

·         Frieden mit sich selbst, Harmonie mit dem Ehepartner und Zeit für die Kinder

·         sich selbst und anderen vergeben und im Anderen das Gute sehen

·         Vorurteile abbauen und ökonomische Gerechtigkeit schaffen

·         Charakterbildung fördern und andere glücklich machen.

Herr Steckel von der Tibet Initiative Deutschland (TID) erinnerte an die von seiner Organisation initiierten Mahnwache in der Innenstadt für die Freiheit Tibets, bei der die chinesische Schriftstellerin Xu Pei aus Köln ein Gedicht vorliest und der MdB A. Waldowsky von der GAL (Grüne Alternative Liste) eine Rede hält. Mit einem Friedensgebet, Kerzen und Filme über China und Tibet im Programmkino Abaton sollte diese Kundgebung, die mittlerweile bereits stattgefunden hat, ihren Höhepunkt erreichen.

Die Vertretung von Taiwan war ebenfalls zu unserer Veranstaltung gekommen. Sie plant, zusammen mit UPF und der Gesellschaft für bedrohte Völker eine internationale Veranstaltung in Taiwan zu organisieren und dafür Sponsoren zu finden.