Themen
Das größte menschliche Gebet bittet nicht um den Sieg, sondern um Frieden.
Dag Hammarskjöld
ehem. UN-General-
sekretär
(1905 - 1961)
Veranstaltungsbericht - München
Veranstaltung anlässlich der "UN World Interfaith Harmony Week"
München, 1. Februar 2011
Anlässlich der ‚World Interfaith Harmony Week’, die von der UNO ausgerufen wurde und die ab diesem Jahr in jeder ersten Februarwoche zur Harmonie zwischen Religionen und Glaubensrichtungen beitragen und helfen soll, eine Grundlage für eine Kultur des Friedens zu schaffen, lud die Universal Peace Federation - München zu einem interreligiösen Treffen ein. Das Thema der Veranstaltung lautete: Leben mit dem einen Gott – Fundament für den Frieden!? / Wie ist Gott, Jahwe, Allah?
Die Veranstaltung wurde eingeleitet durch das Vortragen von Gebeten aus dem Judentum, Christentum und dem Islam und in der Folge sprachen Referenten verschiedener Religionsgemeinschaften zu dem Thema und unter den etwa 40 Teilnehmern, die ebenfalls aus den unterschiedlichen Religionen und Kirchen stammten, entwickelten sich rege Diskussionen.
Zu Beginn sprach R. Bentele von der UPF über den unerlässlichen Wert des interreligiösen Dialogs für den Frieden und erläuterte das Gottesverständnis der UPF Er stellte fest, dass die Gottesbetrachtungen der verschiedenen Religionen sich doch sehr ähnlich sind, insbesondere die Elternschaft Gottes für alle Menschen und dass Gott ein personales Wesen ist, das zu jedem eine persönliche Beziehung sucht.
Der muslimische Imam der Fatih-Moschee in München-Giesing Yusuf Yüzay sprach über das einzigartige Wesen Allahs und ging auf einige der 99 Namen bzw. Eigenschaften Allahs ein. Es war ihm auch wichtig verständlich zu machen, dass es für Muslime drei Wurzeln des Glaubens gibt: den Koran, die Hadice (weitere Aussagen des Propheten) und die überlieferten Aussagen derer, die den Propheten noch persönlich kennen lernen konnten.
Frau Barbara Thomas, Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, sprach insbesondere über die Kraft der Versöhnung, die aus den biblischen Begebenheiten hervorgeht und zitierte sowohl aus dem Buch der Sprüche 25:21 „Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke in mit Wasser.“ als auch aus dem Buch Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy, woraus hervorgeht, dass aus der Beziehung zu Gott die Kraft zur Brüderlichkeit und Einheit entspringt.
Nachdem ja der Titel des Treffens auch lautete: Wer ist Gott, Jahwe, Allah?, ging der katholische Theologe G. Hutter in seinem Referat vor allem auf den im AT benannten Namen Gottes „Ich bin, der ich bin (Jahwe)“ ein. Wer sich diesem „Ich bin, der ich bin“ anschließt, kann daraus großes Selbstvertrauen eine enorme Lebenskraft entnehmen, wie z.B. der scheinbar brennende Dornbusch in der sengenden Wüste, in dem Moses die Stimme Gottes vernahm. Er steht dort in der Gluthitze, verdorrt aber doch nicht.
Der Glaube an einen Gott und eine lebendige Beziehung zu ihm ist sehr wohl ein Fundament für Frieden. Es gibt so viel mehr Gemeinsamkeiten der Religionen als Unterschiede. Eine friedfertige Weltfamilie unter einem Gott ist möglich. Das war das Fazit dieser gelungenen Begegnung der Religionsgemeinschaften.
Von Robert Bentele