UPF Deutschland


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Giessen - 2012 - Ende oder Wende?

Themen


Das größte menschliche Gebet bittet nicht um den Sieg, sondern um Frieden.


Dag Hammarskjöld
ehem. UN-General-
sekretär
(1905 - 1961)

Veranstaltungsbericht - Gießen

"2012: Ende oder Wende"

Wieder hat die Universal Peace Federation Deutschland e.V. (UPF Ortsgruppe Gießen) zu Kurzvorträgen von Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen eingeladen, diesmal am 09. April 2011 zum Thema "2012: Ende oder Wende".

Die junge Studentin Désirée Körtvélyessy begrüßte die zahlreichen Gäste und stellte das Programm vor. Dabei bat sie alle Beteiligten, genau auf vier Regeln im interreligiösen Dialog zu achten - die Redezeit einhalten, Gemeinsamkeiten suchen, gegenseitiges Verständnis fördern und das Missionieren unterlassen. Sie hob weiter hervor, dass der Gründer der UPF, Rev. Dr. S.M. Moon, diese Organisation mit dem Zweck gegründet hat, die Weltreligionen zusammenzuführen und gemeinsam für den Weltfrieden aktiv zu werden.

Als Einstieg in das Thema sahen wir ein kurzes Video von einer Schamanin,
Frau Kiesha Crowther, stellvertretend für die "esoterische Szene", zu dem schon lange diskutierten Thema "2012".

Herr Giahi, ein iranischer Musiklehrer und Komponist von der Religion des Zarathustra, spielte einige schöne Stücke auf seiner Santur (eine Art Hackbrett, die in der persischen bzw. im iranischen Hochland und in der indischen Kunstmusik gespielt wird).

Der
Zoroastrismus hat heute nur noch wenige Anhänger, die Essenz seiner Lehre zeigt aber einige bemerkenswerte grundsätzliche Übereinstimmungen mit den anderen großen Weltreligionen. Laut dem Zoroastrismus werde in der Endzeit der letzte von 12 Propheten - ein König, ein Heiler, von einer Jungfrau geboren - in Erscheinung treten. In einem Endkampf werde er gegen das Böse gewinnen. Die Menschen müssen dann durch einen Fluss aus Feuer schreiten, wobei das die Guten als angenehm und die Bösen als schmerzhaft und glühend heiß empfinden werden. Nach der Reinigung der Welt durch einen glühenden Metallstrom gelangten letztendlich alle ins Paradies.

Die "Gemeinde der Christen Ecclesia" vertrat Herr Frank Städtler. Seiner Auffassung nach geht die Bibel zwar davon aus, dass es eine sogenannte "Endzeit" gibt, aber diese weder ein Ende, noch eine Wende bedeuten muss. Das wirkliche Ende kenne nur der Vater, wir hätten dazu keine exakten Angaben. Der Begriff Scheideweg würde mehr Sinn machen, weil allen Menschen heute ein "Gnadenzeitfenster" offen stünde und sie sich bewusst entscheiden könnten, Gott freiwillig mit Liebe zu folgen. Herr Städtler zählte mehrere der deutlichsten Zeichen der Endzeit auf und meinte, dass Israel der Zeigefinger Gottes sei. Erst ganz am Ende, nach dem 1000-jährigen Friedensreich, wenn der Widersacher Gottes noch ein letztes Mal freikomme, werde Jesus selbst das Gericht halten. Danach werde eine Neuschöpfung von unaussprechlicher Schönheit entstehen, mit Menschen in einer Atmosphäre, in der noch nie gesündigt wurde.

Frau Reinhild Schmidt-Siaw sprach für die Freikirche der "Siebenten-Tags-Adventisten" und leitete mit dem Jesuszitat ein: "Ich komme bald". Es gäbe Anzeichen, die uns zu denken geben sollten: allgemeine Angst; alles in der Welt betrifft jeden, auch wenn es weit entfernt von uns passiert; die Juden, ein altes Volk, sind immer noch Brennpunkt… Wir Menschen müssten uns entscheiden, mit unserem Gewissen, Verstand und Herzen. Die Wiederkunft Christi sei heute das wichtigste Thema, das auf uns wartet.

Die Sichtweise der "Vereinigungsbewegung" präsentierte Herr Mark Bramwell und stellte fest, dass die Endzeit eine Übergangsphase zwischen einer alten und einer neuen "Weltordnung von elterlicher Liebe" darstelle. Weil Gott ein absolutes Wesen sei, ändere sich Sein Wille nicht und er führe die Menschheit zurück in den Zustand nach der Schöpfung, vom dem Er selbst sagte: "alles war sehr gut". Das Gute von Gott Geschaffene könne nicht den Samen der Zerstörung in sich tragen. Das sehe man auch an dem ewigen Bestreben der Menschen, Glück, Freude, Liebe und Frieden erleben zu wollen. Wir seien Gottes eigene einzigartige Handarbeit und es sei nur eine Frage der Zeit, wann wir nicht nur verstehen, dass jeder Einzelne ein immens wertvoller Teil eines großen Ganzen ist, sondern wir durch unsere Taten zu Gottes physischer und geistiger Offenbarung - Seinen wahren Kindern - würden. Auch sollten wir die Macht, die Fähigkeit und die bedingungslose Liebe Gottes nicht unterschätzen. Eine geistige Neuschöpfung mit echten Auswirkungen in unserer tatsächlichen Welt sei ein viel größeres Wunder als die physische Zerstörung der Erde. Was wird 2012 passieren? Die Worte der Offenbarungen Gottes durch seine Propheten seien Symbole; so stünde das Wort "Feuer" für "Wahrheit". Arroganz sei in dieser Zeit der übelste Feind. Den Messias tatkräftig zu unterstützen sei vielfach schwieriger, als zu glauben, "Gott wird es schon richten". Manche Zeiten in der Geschichte seien für eine Wende günstig. Heute sei eine solche Zeit, in der wir alle Gottes Arbeit unterstützen und gemeinsam auf einen würdigen Tag der Freude hinarbeiten können.

Die anschließende
Podiumsdiskussion war eine sehr lebendige. Vielleicht könnte die gemeinsame Quintessenz in einem Schlusssatz heißen: "Jemand der liebt wird nichts zerstören".

Daraufhin folgte die Ernennung von Frau Violeta Hans zur Friedensbotschafterin. Herr Christian Claus würdigte ihr musikalisches Engagement und ihre bedeutende Leistung als Chorleiterin. Frau Hans drückte in ihrer Dankesrede ihre Liebe zur Musik aus und betonte deren heilende Kraft.



Zum Schluss freuten wir uns alle sehr über das leckere, internationale Büffet, bei dem wir uns noch näher kennen und schätzen lernten. Ist das nicht was unser aller Gott will?



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Bericht von Peter Valenta (14. April 2011)


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